RLCS X - NORTH AMERICA - DIE BIG FOUR NUR NOCH ZU DRITT?  

von 10.12.2020 19:20

RLCS X - NORTH AMERICA - DIE BIG FOUR NUR NOCH ZU DRITT?

Verfasser: MacBy

Die vier apokalyptischen Reiter bringen schon seit Monaten Schrecken über die nordamerikanische Rocket League Szene. Keiner wagt es, sich ihnen in den Weg zu stellen, denn sie bestimmen, wer weiterkämpfen darf und wer sich aus den Turnieren der Region verabschieden muss. Es ist eine Schreckensherrschaft, ein Kampf um Titel, den die Reiter untereinander ausmachen. Nur bei einem Reiter, der doch eigentlich auch dazugehören will, lahmt das Pferd. Während die anderen drei die Region weiter in Angst und Schrecken versetzen humpelt G2 hinterher und schafft es nur knapp, nicht über jeden Stein zu stolpern.


Der erste Reiter – Ein Titel und drei Finalteilnahmen

Der erste Reiter, NRG, konnte bereits ein Turnier gewinnen und stand bei weiteren dreien im Finale, triumphierte außerdem zuletzt bei The Grid. Das Team um GarrettG, jstn. und Squishy zeigt sich im Winter Split in Höchstform, unterlag beim ersten Regional Event nur knapp im Finale gegen Team Envy und zeigte sich bei Woche 1 von The Grid als stärkstes Team der Region. Das anstehende zweite Regional fest im Blick möchte NRG endlich wieder ein Finale eines RLCS Events für sich entscheiden und die Bilanz positiver gestalten. Nur ein Sieg gegenüber 3 Finalniederlagen ist zu wenig, wenn der amtierende World Champion die Nummer 1 der Region sein will.

 

Der zweite Reiter – Zwei Titel und Platz 1

Gemeinsam mit NRG galoppiert Team Envy über den nordamerikanischen Kontinent und hinterlässt Leid und Verdammnis. Bereits zwei Pokale gewonnener Regional Events stehen im Trophäenschrank, eine weitere Finalteilnahme endete mit einem 0-4 gegen NRG. Als Sieger des ersten Regional im Winter ist Envy die aktuelle Nummer 1 des Splits und wird alles daran setzen, den Platz an der Spitze zu verteidigen. Mit der Addition der Rocket League Legende Turbopolsa im Juni machte man sich zu einem echten Contender, der jedes Turnier gewinnen kann und in der RLCS X schon zeigt, zu was er in der Lage ist.

 

Der dritte Reiter – Das Major und der Fall Split

Als bestes Team des Fall Splits ging Spacestation Gaming als Favorit in den Winter. Neben einem Regional konnte vor allem auch das prestigereiche Major Event gewonnen und wichtige Punkte für die Rangliste gesammelt werden. SSG galt lange als bestes Team der Region, lässt aber zu häufig Konstanz vermissen. Den beiden Turniersiegen steht nur eine weitere Halbfinalteilnahme gegenüber, ansonsten ging man das ein oder andere Mal gegen vermeintlich schwächere Gegner der Region baden. Wenn SSG nach vorne prescht sind sie kaum zu stoppen, wenn das Pferd bockt wird aus dem Reiter jedoch nur ein einfacher Fußsoldat.

 

Das lahme Pferd

Puh, wo fangen wir an. G2 ist als vierter Reiter mit dem Gewinn der RLCS Season an vorderster Front in die Schlacht geritten, das Pferd warf den Reiter jedoch schon auf den ersten Metern ab. Keine einzige Finalteilnahme erreichte das Team um Rizzo, Chicago und JKnaps, konnte sich gar nur zwei Mal bis ins Halbfinale vorkämpfen. Der enttäuschende Fall Split, den man als abgeschlagener Vierter der Region hinter den drei Konkurrenten abschloss, sollte zügig hinter sich gelassen werden. Winter was coming und dort sollte alles viel besser werden. Der Start hätte nicht ernüchternder sein können. Das erste Regional wurde durch Rogue (1-4) und die Pittsburgh Knights (2-4) beendet, bei The Grid schied man bereits in Runde 1 gegen Charlotte Phoenix aus. Der Reiter liegt am Boden, das Pferd lahmt. Wer nach den Ergebnissen des Herbstes ein Aufbäumen erwartet hatte wurde enttäuscht zurückgelassen.
Die „Big Three“

 

Wenn wir bisher von den „Big Four“ gesprochen haben, müssen wir dies nun überdenken. G2 mit NRG, Envy und SSG in einen Topf zu schmeißen wirkt falsch, zu schlecht die Ergebnisse des Teams in der bisherigen RLCS X. Sicher, niemand wird das Potenzial von Rizzo und seinen Mitstreitern anzweifeln. Wir dürfen nicht vergessen, das G2 als amtierender RLCS Champion in die Saison gegangen ist. Noch im März wurden sie als bestes Team Nordamerikas gekrönt, da fällt es schwer, ihnen jetzt den Status als Titelanwärter zu nehmen. Jedoch reicht es nicht aus, sich auf vergangenen Erfolgen auszuruhen. Wenn sie bei den Großen mitreiten wollen, müssen endlich Ergebnisse folgen. Ein Titel muss her und das zweite Regional wäre der richtige Zeitpunkt, die Zweifler verstummen zu lassen.

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